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Aufbau des Rosenkranz Gebets

+ Im Namen des Vaters
Apostolisches Glaubensbekenntnis (Credo)
Ehre sei dem Vater

Vater Unser
Ave Maria + "Jesus, der in uns den Glauben vermehre"
Ave Maria + "Jesus, der in uns die Hoffnung stärke"
Ave Maria + "Jesus, der in uns die Liebe entzünde"

Ehre sei dem Vater

Vater Unser + 10 x Ave Maria mit 1. Geheimnis + Ehre sei dem Vater
Vater Unser + 10 x Ave Maria mit 2. Geheimnis + Ehre sei dem Vater
Vater Unser + 10 x Ave Maria mit 3. Geheimnis + Ehre sei dem Vater
Vater Unser + 10 x Ave Maria mit 4. Geheimnis + Ehre sei dem Vater
Vater Unser + 10 x Ave Maria mit 5. Geheimnis + Ehre sei dem Vater

Das Rosenkranz Gebet ist eine Leben Jesu Betrachtung an der Seite Marias, der Mutter Gottes und unserer Mutter. Das Gebet entfaltet sich in drei Abschnitten: 

  • Bekenntnis unseres Glaubens
  • Ausrichtung auf Glaube, Hoffnung und Liebe
  • Betrachtung des Lebens Jesu

Im ersten Abschnitt bekennen wir unseren Glauben. Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen und beten das "Im Namen des Vaters" sowie das Apostolische Glaubensbekenntnis (Credo). Beide Gebete wurzeln in der frühchristlichen Taufliturgie und stellen eine Kurzfassung unseres Glaubens dar. Abgeschlossen wird der erste Abschnitt, wie jeder weitere auch, mit dem Lobpreis des dreieinigen Gottes ("Ehre sei dem Vater"). Er ist gleichsam der Höhepunkt christlichen Betens. Wenn wir so unseren Glauben bekennen, tun wir das nicht allein, sondern stellen uns in die Gemeinschaft der Glaubenden aller Zeiten.

Der zweite Abschnitt ist eine Ausrichtung auf die drei christlichen Grundtugenden, die auch "göttliche oder theologische Tugenden" genannt werden: den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Sie sind als reines Geschenk Gottes der Grundrhythmus christlichen Lebens. Alle unsere Bemühungen zielen letztlich darauf ab, unser Leben immer mehr aus ihnen heraus zu gestalten.

Mit dem dritten Abschnitt, der geistlichen Betrachtung (lat. meditatio) des Lebens Jesu, beginnt das eigentliche Rosenkranz Gebet. Wir meditieren mit Maria das Leben ihres Sohnes, unseres Erlösers und Herrn, der uns in die Gemeinschaft mit Gott einlädt - der Liebe des einzigen Sohnes zum Vater im Heiligen Geist.    


Die Betrachtung des Lebens Jesus geschieht durch die Meditation (geistliche Betrachtung) biblischer Heilsereignisse ("Geheimnisse"). Sie werden als Betrachtungssätze (Clausulae) im Ave Maria nach dem Wort "Jesus" hinzugefügt und lauten:


Mit diesem angehängten Schlusssatz, auch "Clausula" genannt, betrachten wir ein Ereignis aus dem Leben Jesu. Er wird im Ave Maria ("Gegrüßet seist du, Maria") nach dem Wort "Jesus" eingefügt und während der mündlichen Wiederholung meditiert. Weil wir darin Heilsereignisse betrachten in denen Gott uns begegnen will, nennen wir sie "Geheimnisse". 

Die Betrachtung ist "Memoria", eine "Erinnerung in Vergegenwärtigung". Sie findet ihren Ausdruck in vier Betrachtungsgruppen:

  • Freudenreiche Geheimnisse der Geburt Jesu
  • Lichtreiche Geheimnisse des Lebens und Wirkens Jesu
  • Schmerzhafte Geheimnisse des Leidens Jesu
  • Glorreiche Geheimnisse der Auferstehung und Herrlichkeit Jesu

Die Memoria ist keine Rückschau auf Vergangenes. Sie will uns hier und heute immer tiefer in die Gemeinschaft mit Gott führen. In der Verbundenheit mit ihm versuchen wir unser Leben immer mehr aus dem Glauben, der Hoffnung und der Liebe zu gestalten. 

Empfohlene Wochentage

Die Kirche empfiehlt, die jeweiligen Geheimnisse an bestimmten Wochentagen zu beten. Im privaten Gebet besteht zwar keine Verpflichtung dazu, andererseits wird gerade dadurch das Rosenkranz Gebet zu einem echten Gemeinschaftsgebet - auch dann, wenn es alleine gebetet wird.

Dabei kann es vorkommen, dass sich ein Geheimnis inhaltlich nicht mit der Liturgie vom Tag "verträgt". Die Geheimnisse können daher behutsam an die liturgische Zeit des Jahres angepasst werden. In der Adventzeit wird man z.B. bevorzugt die freudenreichen Geheimnisse betrachten, in der Passionszeit die schmerzhaften. 

Davon abgesehen, sollten im gemeinschaftlichen Rosenkranz Gebet die empfohlenen Wochentage eingehalten werden. Wir treten dann als örtliche Gemeinschaft ins große Gebet der ganzen Kirche ein. Das Wort "katholisch" bedeutet "universal", "umfassend", "das Ganze betreffend". Katholisch zu beten bedeutet dann, mit dem Atem der ganzen Kirche zu beten. 

Der Rosenkranz ist ein immerwährendes Gebet der pilgernden Kirche durch die Zeit.